ARM-CPUs sollen 2013 die LTE-Anbindung für mobile Geräten erleichtern

Indien beschließt Ausbau des LTE-Netzes

ARM baut CPUs, um die Energieleistung von mobilen Geräten zu verringern und LTE-Anbindung zu erleichtern

Mobile Geräte mit LTE-Anbindung sind im Moment nur wenige auf dem Markt zu finden. Die einen behaupten, es liege am Ausbau des neuen Mobilfunkstandards, der noch in den Kinderschuhen steckt, andere meinen, es läge an den Chips, die einige Probleme beim Entwicklen bereiten würden. ARM sieht das vollkommen anders. Die Akkus der mobilen Geräte wären laut ARM die Ursache, weshalb es gegenwärtig noch so wenige mobile Geräte mit LTE-Anbindung gibt.

Komplexität von LTE-Funkmodulen wirken sich auf die Leistung und Akkuleistung mobiler Geräte aus

In einem Vortrag auf der Konferenz Hot Chips und in einem anschließenden Interview kam ARM-Manager Simon Segars zum Schluss, dass die komplexe Struktur der LTE-Funkmodule sich neben der Chipfläche auch auf die Leistungaufnahme auswirkt. Mit 2G war alles noch einfacher, man konnte Modems noch aus einzenen DSP (Signalprozessoren) bauen, was heute mit dem neuen 4G Mobilfunkstandard so nicht mehr möglich ist, sagte Segars im Interview. Nun bräcuhte man für verschiedene Teile der Protokolle gleich mehrere DSPs und zudem auch noch einen Control-Prozessor.

Doch je mehr man braucht, um LTE in mobile Geräte zu integrieren, umso mehr Energie wird benötigt. Akkus besitzen allerdings nicht unendlich Energie – irgendwann sind sie schlussendlich leer und müssen wieder aufgeladen werden. Hinzu kommen dann noch die vielen Hightech-Anwendungen – bessere Grafikleistungen, schnellere Bedienung und höhere Prozessorleistungen. All diese Dinge sind schon allein Energiefresser, würde man jetzt die Komplexität für eine LTE-Anbindung in mobile Geräte einbinden, machen derzeit entwicklete Akkus schnell schlapp.

Um eine bessere Akkuleistung zu erreichen, möchte ARM zukünftig auf Cache Kohärenz in seinen CPUs setzen. Sie soll die Daten, die in den Prozessor-Kernen im Zwischenspeicher verändern, abgleichen. In normalen PC wird die elektronische Vorgehensweise bereits für eine verbesserte Rechenleistung eingesetzt. Bis zur Entwicklung der energiesparenden ARM-CPUs wird es allerdings noch rund zwei Jahre dauern. Bis dahin bleibt wohl nichts anderes übrig, als das Akkudebakel hinzunehmen.