Bundesministerium für Technologie und Wirtschaft setzt auf LTE

LTE Versorgung via Funk Telekom

Super schnelles Internet mit den neuen LTE Technik in Deutschland! Bild: Telekom.de

In den deutschen Haushalten ist der drahtlose Internetzugang angekommen. Dennoch bleibt Glasfaser in der Breitbandversorgung vorherrschend. Eine jüngst vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologien veröffentlichte und vom TÜV Rheinland-Pfalz erstellte Detailanalyse gibt Aufschluss über den aktuellen Stand der Breitbandversorgung in Deutschland.

Demnach waren Ende des vergangenen Jahres 88,1 Prozent der Haushalte, die mit einer durchschnittlichen Mindestgeschwindigkeit von 1Mbit/s ins Internet gingen. Doch wenn das Surfen im Netz rasant sein soll, entscheiden sich Nutzer weiterhin für die kabelgebundene Internetlösung. Das bestätigte erst kürzlich auch eine Untersuchung des Branchenverbandes BITKOM. Dennoch sind es nur 37 Prozent der deutschen Haushalte, die mit bis zu 50Mbit/s surfen. LTE scheint demzufolge noch nicht bei Nutzern wirklich angekommen zu sein, erscheint aber angesichts des derzeitigen Ausbaustandes nicht verwunderlich. Es wird voraussichtlich bis Ende des Jahres dauern bis der neue Mobilfunkstandard in allen Winkeln Deutschlands verfügbar ist. Doch auch wenn sich die Long Term Evolution Technik gegenwärtig in den Startlöchern erst befindet, so setzt das Bundesministerium große Hoffnung auf den Mobilfunkstandard, der nach Ansicht des Ministeriums die weißen Flecken in Deutschland verschwinden lassen kann.

Aber Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler ist dennoch mit der aktuellen Ausbausituation zufrieden, so berichtet er gegenüber bmwi.de.

„Die Ergebnisse zeigen, dass ein technologieneutraler Ansatz Voraussetzung ist für eine dynamische und von gesundem Wettbewerb gekennzeichnete Breitbandentwicklung. Bereits heute können Bürgerinnen und Bürger mobil und leitungsgebunden die wesentlichen Dienste des Internets nutzen. Durch die hohe Dynamik beim Ausbau der Kabelnetze erhöht sich zudem der Druck auf den Aufbau von Glasfasernetzen. Wir brauchen diesen Wettbewerbsdruck, um auch weiterhin im Breitbandmarkt eine weltweite Führungsposition einnehmen zu können.“

Der Bericht, wird künftig halbjährlich aktualisiert und veröffentlicht und ist auf dem Online-Portal www.breitbandatlas.de für jeden ersichtlich. Weitere Informationen zum Breitbandatlas 2010 I und II.