E-Plus startet LTE-Feldversuch

Wie ursprünglich angekündigt, hat nun auch E-Plus pünktlich im ersten Quartal einen ersten LTE-Feldversuch gestartet und zieht so mit seinen Konkurrenten T-Mobile, Vodafone und O2 gleich. Während das Unternehmen bei der Lizenzvergabe für das 800 MHz-Band leer ausging, testet er nun gleich in den drei anderen Bändern – 1,8, 2,1 und 2,6 GHz – gleichzeitig und nutzt zudem die Gelegenheit, gleichzeitig sein HSPA+ Netz auszubauen.

E-Plus zieht mit HSPA+ und LTE nach

Damit geht E-Plus andere Wege als die übrigen Lizenzinhaber: statt sofort einzig auf LTE zu setzen, sieht E-Plus dieser Technologie eher gelassen entgegen und legt hohe Priorität auf HSPA+, denn, so das Unternehmen: für HSPA+ ist bereits ausreichend finanzierbare Hardware verfügbar. Der Markt für kostengünstige LTE-Hardware sei dementgegen bislang noch so unterentwickelt, dass sich das Unternehmen mit dem LTE-Ausbau Zeit lassen und deshalb auf eine Kombi-Lösung setze, die HSPA+ und LTE vereint und eine spätere schnelle Umrüstung der Mobilfunkstationen auf reines LTE ermöglicht. Durch die Kooperation mit China Mobile und ZTE ist E-Plus gleichzeitig in der Lage, auf den eher unterrepräsentierten Standard TDD-LTE zu setzen.

Der Ausbau beginnt zunächst großflächig in den Ballungsräumen und erstreckt sich dann zügig in ländliche Gebiete – so konnte die Ski-WM im Februar des Jahres in Garmisch-Partenkirchen bereits von HSPA+ mit Übertragungsraten von bis zu 21,6 MBit/s profitieren, die insbesondere Journalisten vor Ort zugute kam.
Wann E-Plus hierzulande das LTE-Netz in Betrieb nehmen wird, ist daher noch unbekannt: das Unternehmen will zunächst abwarten, bis die entsprechende Endkunden-Hardware massenmarkttauglich geworden ist.