E-Plus startet LTE-Testläufe in Cloppenburg

LTE-Testläufe in Cloppenburg

LTE-Testläufe in Cloppenburg

Schon im März des Jahres begann der Düsseldorfer Netzbetreiber E-Plus mit den ersten LTE Testversuchen, setzte aber weiterhin auf einen intensiven HSDPA Ausbau. Nun startet E-Plus einen weiteren LTE Testlauf im niedersächsischem Cloppenburg, doch Begeisterung für den neuen Mobilfunkstandard scheint sich beim drittgrößten Netzbetreiber in Deutschland trotzdem in Grenzen zuhalten.

Neue LTE Testläufe von E-Plus

Eine leichte Skepsis gegenüber LTE war bereits im März bei der Inbetriebnahme des neuen Mobilfunkstandards in Garmisch-Partenkirchen zu spüren. Damals hieß es, dass man nicht für Techniker, sondern für Kunden die beste Performance bieten möchte und deshalb spiele der eingesetzte Standard nur eine untergeordnete Rolle, vielmehr sollte positive Nutzererlebnis beim Surfen einer der Kernpunkte darstellen. Rund zwei Monate später ist vom neuen Chefmanager der KPN-International – dem Mutterkonzern der E-Plus Gruppe – eigentlich nichts anderes zu hören, auch wenn die allgemeine Bereitschaft zu LTE da. Gegenüber dem Magazin Focus sagte Carsten Dirks, dass der Umstieg auf den neuen Mobilfunkstandard grundsätzlich viel zu früh kommt und LTE mit seinen teuren Endgeräten und den verstreuten Standorten „unausgereift“ ist. Aber der neue Chefmanager der E-Plus Gruppe geht gleichzeitig auch auf die Kundenbedürfnisse ein, wenn diese sich massiv ändern, könne man, laut Dirks, dank des Testlaufs den nächsten Schritt wagen.

Eplus setzt weiterhin auf HSDPA & UMTS Ausbau

Trotzdem wird E-Plus weiter auf andere Mobilfunkstandards setzen. Im Vordergrund bleiben HSDPA und UMTS, aber der Düsseldorfer Netzbetreiber schließt sich nicht vom LTE Ausbau aus und hält sich offen, jederzeit die HSDPA Standorte in LTE umzustellen. Allerdings ist E-Plus der einzige Netzbetreiber in Deutschland, der sich nicht dem Hype des neuen Mobilfunkstandards anschließt, dass bereits bei der Frequenzversteigerung im vergangenen Jahr zu sehen war. Damals setzte E-Plus vermehrt auf UMTS Blöcke und nicht auf die neuverfügbaren Frequenzen.