Erhöhte Akku-Belastung bei LTE-Smartphones durch fehlenden Standard bei der Telefonie

Erhöhte Akku-Belastung bei LTE-Smartphones - Bild: Flickr @twicepix

Im aktuell aufkommenden Mobilfunknetz auf Basis der neuesten Funktechnologie LTE kommt es zu Problemen mit der Leistungsfähigkeit moderner Smartphones, die diese Technologie unterstützen. Für die LTE-Funktechnik fehlt bislang ein verbindlicher Übertragungsstandard, sodass LTE-Smartphones sowohl LTE als auch gängige Standards unterstützen müssen.

Erhöhter Stromverbrauch durch fehlende Standards

Aufgrund der verschiedenen Mobilfunkstandards im Bereich Telefonie werden die ohnehin meist zu schwachen Akkus noch schneller geleert. So ist es nicht unüblich, dass nach einem betriebsintensiven Gebrauch das Smartphone bereits nach einem halben Arbeitstag leer ist. Im privaten Bereich hält sich die Betriebszeit aufgrund der verringerten Gebrauchszeiten etwas länger. Im geschäftlichen Sektor sind solche Betriebszeiten allerdings sehr kontraproduktiv.

Grund für den schnellen Stromverbrauch

Der Grund für den erhöhten Energiehunger moderner LTE-Smartphones ist die parallele Nutzung verschiedener Verbindungsdienste während der Telefonie. Da das LTE-Netz noch nicht vollständig ausgebaut ist, müssen Smartphones nicht nur die Verbindung zu einem LTE-Masten halten, sondern auch immer wieder in andere Standards wie UMTS oder gar GSM wechseln. Die benötigte Energie für einen Verbindungsaufbau in andere Netzdienste ist enorm hoch, was die extrem geringen Akkulaufzeiten erklärt.

Stromproblem ist herstellerunabhängig

Dieses Problem haben aber nicht nur einzelne Modelle oder Hersteller. Ausnahmslos alle Smartphones sind von diesem noch nicht flächendeckend verfügbaren LTE-Mobilfunknetz gleichermaßen betroffen. Bis es soweit ist, dass das LTE-Netz auch im Bereich der Telefonie flächendeckend genutzt werden kann, werden noch mehrere Jahre ins Land gehen müssen. Experten gehen davon aus, dass die flächendeckende Verfügbarkeit von LTE-Mobilfunk im Jahr 2015 erreicht werden wird.