Im Allgäu gehen die Meinungen zu LTE auseinander

Zu der neuen Internet-Technologie LTE gehen in einigen Gemeinden im Allgäu die Meinungen sehr weit auseinander. Die Telekom möchte den einen Standort nutzen, und den vorhandenen Mobilfunksendemast für das schnelle Internet erweitern.

In einer Gemeindeversammlung wird den etwa 60 Teilnehmern erklärt, wie das neue, schnelle Internet, Long Term Evolution funktioniert. Geeignet ist LTE vorallem für Privatpersonen, nicht nur für den Gewerbebetriebe. Es sollen somit Gebiete erschlossen werden die sonst gar keine Möglichkeit zur Nutzung des schnellen Internets haben. Da LTE über Funk geht, ist es die Alternative zu Glasfaserkabeln. Da diese recht kostspielig sind, wird es in den Gemeinden bzw. Gebieten mit wenig Nutzern auch gar kein Glasfaseranschluss zur Verfügung gestellt werden.

Telekom baut LTE im Allgäu aus

Telekom baut LTE im Allgäu aus - es wird jedoch dauern. © Google

Für kleine Gemeinden ist es ärgerlich und enttäuschend, denn dort wo es bislang keine Mobilfunkinfrastruktur gibt, wird es auch in absehbarer Zeit nichts geben. Die Vorgabe der Regierung, an die Anbieter die kleinen Gemeinden zuerst mittels der vorhandenen Sendemasten zu versorgen, wird umgesetzt. Eine Studie soll bei der Klärung helfen, inwieweit es möglich ist, eine staatlich geförderte Lösung zum Glasfaserausbau zu erlangen.

Für die Mobilfunkgegner war das kein abschließendes und zufriedenstellendes Ergebnis. Trotz Beteuerung des Vertreters der Telekom, daß neuesten Studien zu folge die elektromagnetische Strahlung nicht gesundheitsschädlich seien. Man könne erst eine konkrete Aussage dazu machen, wenn die Messung durch einen zertifizierten Fachmann ausgeführt werde.