Intel eröffnet in Dresden neuen Produktionsstandort von LTE-Mobilfunkchips

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Intel setzt in Dresden auf LTE Chip Bild: flickr@huangjiahui

In Dresden (Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen) möchte sich Intel zukünftig auf die Herstellung von Mobilfunkchips, die auf den neuen Mobilfunkstandard LTE ausgerichtet sind, konzentrieren. Für die Produktion wird dafür bis zum Herbst hin die Mitarbeiterzahl im Produktionswerk erhöht. Damit setz der US-Chiphersteller auf die deutsche Wirtschaft für die LTE-Chip-Produktion, welche nächste Woche starten soll.

Intel konzentriert sich in Dresden auf LTE-Mobilfunkchips

Der weltweitgrößte Chiphersteller aus den USA kaufte bereits im vergangenen Jahr für 1,4 Milliarden USD die Mobilfunksparte Wireless Mobility des Unternehmens Infineon. Die Sparte war bereits vor der Übernahme von Intel auf mitunter Basisbandprozessoren, Power-Management-Integrated-Circuits-(ICs-) und Single-Chip-Produkte spezialisiert. Der US-Chiphersteller wandelte Wireless Mobility zu einem eigenständigen Geschäftsbereich mit weltweit 3.500 Mitarbeiter um. In Dresden werden sind gegenwärtig 50 Mitarbeiter tätig und bis Herbst soll die Zahl der Beschäftigten auf 100 aufgestockt werden. Hauptaugenmerk liegt nach Angaben von Intel in der Produktion von LTE-Mobilfunkchips, die im Standort Dresden nun produziert werden. Laut Intel ist Dresden ein wichtiger Produktionsort:

„Da der Standort Dresden für IMC immer wichtiger wird, wird sich die Mitarbeiterzahl bis zum Herbst 2011 innerhalb eines Jahres auf dann 100 Mitarbeiter verdoppeln“

, so berichtet Kaminski gegenüber golem.de. Bereits in der nächsten Woche wird das Werk offiziell eröffnet.

Die Geschichte der Intel-Niederlassung in Dresden war immer sehr wechselhaft, die im Jahr 1999 begann als Ingenieure der TU Dresden mit fünf Mitarbeitern das Unternehmen SystemonIC gründeten. Ihr Fachgebiet war damals die Entwicklung von Datenempfänger mit WLAN-Technik. Einige Zeit später übernahm ein Tochterunternehmen des Konzerns Phillips den kleinen Betrieb, der den Entwicklungsstandort 2008 allerdings zum größtenteils schließen liess. Die entlassenen Mitarbeiter gründeten ein Jahr später erneut einen neuen Konzern, der sich bereits zu diesem Zeitpunkt auf die Entwicklung von LTE-Chips konzentrierte. Dann kam wieder der Verkauf – diesmal an Intel, der nun in dieser Woche seinen neuen Standort eröffnet.