Kooperation zwischen Vodafone und RWE für LTE Ausbau

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Vodafone nutzt Glasfaserleitungen von RWE für LTE

Der deutsche Energieriese RWE und der britische Netzbetreiber Vodafone haben nun eine Kooperation bestätigt, wonach der Mobilfunkbetreiber die LWL Trassen von RWE (Backbone-Infrastruktur) nutzen wird, um damit neue Haushalte an die neue Breitband-Internettechnik LTE anzuschließen. Beide Unternehmen haben dazu Anfang dieser Woche eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet und planen so schnell wie möglich die weiteren Schritte zur Anbindung vorzunehmen. Inhalt dieser Kooperation wird sein, die LTE-Masten von Vodafone mit den Glasfaserleitungen von RWE anzubinden. Dies ist notwendig, da die Masten wegen den hohen Bandbreiten, die von der LTE-Technik bereitgestellt werden können, auch eine entsprechend gute und leistungsstarke Kernnetzanbindung erfordern. Am besten geeignet hierfür sind die LWL Leitungen (Lichtwellenleiter) und deshalb ist die Kooperation durchaus sehr sinnvoll. Zwar ist für die LTE-Technik auch Richtfunk möglich, allerdings gilt diese Technik als nicht so verlässlich. Ein weiterer Schritt in der Kooperation sieht vor, dass man gemeinsam Pilotprojekte startet und Haushalte über VDSL oder auch FTTH angeschlossen werden. Vodafone kann durch die Kooperation mit RWE einiges an Kosten einsparen, denn im Allgemeinen gilt die Verlegung von LWL Leitungen als sehr teuer. Dies liegt aber nicht an den Leitungen selbst, denn diese kosten nicht unbedingt zu viel, sondern vielmehr an den Tiefbaumaßnahmen, die bei der Verlegung notwendig sind. Mit der Nutzung von Leerrohren oder von bestehenden Trassen der Glasfaserkabel können deshalb ganz erhebliche Kosten vermieden werden, was im Endeffekt auch dem Endkunden zugutekommt.

Sendemast in Bensdorf ist betriebsbereit

Inzwischen ist Bensdorf mit dem Stadtteil Altbensorf der erste Vodafone-Standort, der komplett mit der neuen LTE-Technik ausgestattet ist und der dortige Sendemast nun vollkommen betriebsbereit ist. Auch in Bayern hat Vodafone seine Umrüstungsmaßnahmen fortgesetzt und den Sendemast in Albaching für die LTE-Technik aufgerüstet. Der größte Konkurrent, die Dt. Telekom, hat hingegen drei neue Standorte für LTE bekanntgegeben. Es handelt sich hierbei um den Standort Schenklengsfeld in Hessen von wo aus man auch die Orte Bad Hersfeld, Bebra, Niederaula und noch weitere Orte an der Landesgrenze zu Thüringen mit dieser Technik versorgen kann. Auch im Landkreis Kaiserslautern, in der Gemeinde Trippstadt ist die Erweiterung auf die Technik erfolgt und der Ort gehört damit zu den ersten Gebieten in Rheinland-Pfalz, die diese nutzen können. Dies gilt auch für den Landkreis Trier-Saarburg und eine Reihe von Gemeinden, die sich über die Versorgung mit LTE freuen dürfen. Auch in Niedersachsen plant die Telekom schnellstmöglich zwei neue Standorte anzuschließen. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich hier um die Standorte in Silixen und auf dem Dörenberg.

[via: golem]