LTE bringt Ulm ins mobile Netz

LTE bringt Ulm ins mobile Netz

Seit der Einführung von LTE wurden bereits 60 deutsche Städte an das mobile Funknetz angeschlossen. Nun ist auch die baden-württembergische Stadt Ulm mit dem mobilen Hochgeschwindigkeitsnetz versorgt. Weitere Städte sollen in naher Zukunft hinzukommen.

Mitte September war Stichtag

Obwohl die Ulmer Bürgerinnen und Bürgerinnen bereits über Internet via kabelgebundenem DSL verfügen, wurde auch LTE ab Mitte September 2012 verfügbar gemacht. Versorgt wird Ulm über die LTE-Frequenz mit 1.800 MHz. Damit ist es, zumindest theoretisch, möglich, mit bis zu 100 Mbit/s zu surfen. Der Ausbau des LTE-Netzes in Ulm ging vergleichsweise schnell voran. Die bereits bestehenden Mobilfunkmasten wurden mit Antennen für die LTE-Versorgung ausgerüstet.

Nur die Innenstadt profitiert von LTE

Dass LTE nun in Ulm verfügbar ist, klingt im ersten Moment sehr angenehm. Es gibt aber eine kleine, aber durchaus bedeutende Einschränkung, denn der extrem schnelle Datenfunk kann nur in der Ulmer Innenstadt verwendet werden. Die Randbezirke der Stadt bleiben weiterhin offline oder müssen das kabelgebundene, meist langsame DSL nutzen.

Andere Gemeinden der Region sollen in Kürze folgen

Auch der Mitbewerber der Telekom, Vodafone, ist nicht untätig. Mit dem Ausbau des LTE-Netzes ist Vodafone noch lange nicht fertig. In den nächsten Monaten sollen einige Städte und Gemeinden in der Nähe von Ulm ebenfalls an das LTE-Funknetz angebunden werden. Dazu steht die Aufstellung von mehr als 15 Sendern auf dem Plan.

Bis November sollen auch die Gemeinden Oberstaufen, Steibis, Thalkirchdorf mit LTE versorgt sein. Im Oberallgäu wird auch kräftig ausgebaut. Hier können sich die Bürger auch in Vorfreude halten, denn dort soll bis März des kommenden Jahres die Versorgung mit LTE abgeschlossen sein.

Das Landkreis Freudenstadt hat Versorgungsprobleme

Probleme mit LTE gibt es im Landkreis Freudenstadt. Obwohl sowohl Vodafone als auch die Deutsche Telekom hier gleich mehrere LTE-Funkmasten installiert haben, sind immer noch Bereiche vorhanden, denen der Zugriff auf schnelles Internet verwehrt bleibt. Die größten Versorgungslücken finden sich hier zwischen Dürrenmettstetten und Neckarhausen.

Für die Region ist das Dilemma besonders groß, denn dank des LTE-Ausbaus fallen die Förderungsmöglichkeiten der Länder für kabelgebundene Glasfaserinternetleitungen weg. So ist der Ausbau mit Glasfaserkabel höchstwahrscheinlich komplett aus dem Fokus der Gemeinden verschwunden. Fairerweise muss man sagen, dass die Versorgungslücken nicht durch die Mobilfunkbetreiber entstehen, sondern durch sehr viele LTE-Nutzer. Besonders viele Bürger sind im Kreis Freudenstadt bereits mit LTE online, sodass die Übertragungsraten enorm tief in den Keller fallen.