LTE Geschichte

Durch die Einführung der LTE Technik wird ein neuer technischer Standard in Deutschland Einzug halten. Bereits im ersten Halbjahr 2011 möchten die ersten Mobilfunkbetreiber in der Bundesrepublik mit der Bereitstellung des LTE Netzes beginnen. Nortel Networks stellte mit High Speed OFDM Packet Access, kurz HSOPA, ein Vorläuferkonzept zu LTE vor. Künftig wird es die LTE Technik den Mobilfunkanbietern ermöglichen, hochratige Datendienste kostengünstig anbieten zu können. Auf diesem Weg soll das mobile Internet langfristig zum Massenmarkt gemacht werden. Im Gegensatz zu UMTS wird LTE zudem dazu in der Lage sein verschiedene Bandbreiten zu unterstützen.

Fünf Terminalraten werden in der ersten Version von LTE mit unterschiedlichen Datenraten zur Verfügung stehen. Dabei werden die ersten Terminals deutlich geringere Datenraten zur Verfügung stellen als die neue Technik eigentlich erlaubt.

Erstmals wurde ein Emulator eines LTE-Netzwerkes mit verschiedenen Live-Applikationen im September 2006 gezeigt. Diesen Vorstoß wagte Siemens Networks gemeinsam mit der Nomor Research GmbH. Bei diesem Versuch wurden zwei Nutzer im Downlink mit einer HD-TV-Anwendung präsentiert. Parallel wurde im Uplink eine Live-Gaming-Applikation gezeigt. Der erste LTE Demonstrator wurde im Dezember 2006 auf der ITU TELCOM WORLD in Hongkong präsentiert.

Nachdem der gezeigte Demonstrator maßgeblich erweitert wurde, entschied man sich im Mai 2007 für ein umfangreiches Experiment. In der Münchner Niederlassung von Nokia Siemens Networks wurden Daten mit bis zu 108 MBit/s erfolgreich im Upstream über ein LTE Netz übertragen. Durch die Verwendung von SDMA Technologien und Virtual MIMO konnte die überraschend hohe Datenrate erreicht werden. Im Uplink konnten während des Experiments zwei kooperierende LTE-Endgeräte im selben Frequenzband gleichzeitig Daten übertragen. Jedes der Endgeräte war mit je einer Sendeantenne bestückt. Die überlagerten Datenströme können unter der Verwendung von entsprechenden MIMO Algorithmen durch die räumliche Distanz separiert werden. Das Unternehmen Huawei hält mit Einsatz dieser Technologien im Downlink den Geschwindigkeitsrekord von 1,2 GBit/s.

Ericsson zeigte 2008 auf dem GSMA Mobile World Congress in Barcelona erstmals eine Ende-zu-Ende-Verbindung auf kompakten Mobilgeräten. Dabei wurden von dem Unternehmen Datenraten von 25 MBit/s sowohl im Up- als auch im Downlink demonstriert. NTT DoCoMo konnte in einem Feldtest im März 2008 250 Mbps demonstrieren. Zu einem weiteren Meilenstein kam es schließlich Ende 2008. Zu dieser Zeit zeigte LG erstmals einen LTE-Chip, der Datenraten von 60 Mbps erreichte. Dies entspricht in etwa dem achtfachen der bekannten HSDPA-Cat8-Datenrate.

Die ersten kommerziellen LTE-Netzwerke wurden am 14. Dezember 2009 von TeliaSonera in Oslo und Stockholm in Betrieb genommen. Dabei erreichen die Netzwerke in der ersten Stufe eine Downstream-Datenrate von 100 MBit/s.