LTE-Netzausbau in Indien beschloßen

Indien beschließt Ausbau des LTE-Netzes

Auch in Indien möchte nun den Ausbau des neuen Mobilfunknetzstandards LTE vorantreiben.

Das beschlossen in der vorherigen Woche die indische Regierung und Vertreter der indischen Mobilfunkindustrie im Rahmen der „Mobile Broadband – India Empowering the Mobile Ecosystem“. Mitveranstalter war der Herstellerverband GSMA zu dem rund 800 Mitglieder aus der internationalen Mobilfunkbranche zählen.

Zügiger Ausbau des LTE-Netzes für mehr Wirtschaftsleistung in Indien

In einem Seminar an dem sich unter anderem Shri Kapil Sibal, indischer Minister für Kommunikation und Informationstechnologie sowie Vertreter von GSMA und Bharti Airtel India & South Asia beteiligten, wurde nicht nur beschlossen, dass in enger Zusammenarbeit der Ausbau des LTE-Netzes in Indien konkrete Formen annehmen soll, sondern wie der neue Mobilfunkstandard sich auf die indische Wirtschaft auswirken kann. Indien nimmt bereits heute im internationalen Vergleich im Technologiesektor einen hohen Stellenwert ein – was sich wiederum mit dem Ausbau der LTE-Netze im eigenen Land durchaus auch auf den Außenhandel positiv auswirken könnte. Darüber hinaus ist Indien eines der Länder, wo so gut wie jeder ein Mobilfunkgerät besitzt. Beim Internet allerdings kommt das Stadt-Land-Gefälle zum Tragen. „Nur“ 70 Millionen Menschen der insgesamt 1,2 Milliarden besitzen in Indien einen Internetanschluss (Stand 2007). Mit der telekommunikativen Wachstumsförderung allerdings sollen bis 2014 60 Millionen Breitbandanschlüsse existieren. Rob Conway, CEO des GSMA spricht sogar davon, dass mit einer ausreichenden Vergabe von Spektren, Indien zu einer der führenden Anbieter von Breitbanddiensten werden könnte.

Der Ausbau des LTE-Netzes besitzt aber noch einen weiteren Hintergrund. Indien arbeitet derzeit intensiv daran, die gesamtwirtschaftliche Leistung des eigenen Landes zu verbessern – was schon heute erste Früchte trägt. Die Einführung des neuen Mobilfunkstandards gehört zu einem Teilbereich dieser Zielsetzung – die auch beinhaltet, China als zweite Wirtschaftsmacht schnellst möglichst den Rang abzulaufen.