LTE Probleme mit analogen Fernsehen

LTE Sendemast der Deutschen TelekomWenn neue Techniken in Betrieb genommen werden, müssen sie ihren Platz häufig noch mit den alten Techniken teilen. Im Frequenzbereich – und im speziellen auf LTE bezogen – verhält es sich ähnlich. Zwar wurden 2010 die freigewordenen Frequenzen im 800 MHz-Bereich versteigert und für den neuen Mobilfunkstandard umgerüstet, dennoch nutzen Funkmikrofone und analoges Fernsehen immer noch den gleichen Frequenzbereich wie LTE. Trifft allerdings alt auf neu, kann es zu Störungen kommen, die aber nicht vorsehbar sind, weil sich deutsche Netzbetreiber gegenüber Kunden und Unternehmen oft nicht sehr kommunikativ zeigen. Denn nur selten verraten sie wo LTE-Anlagen stehen und welche Frequenzen sie für den neuen Mobilfunkstandard nutzen.

LTE-Analgen kann analoges Fernsehen stören

Auch die CityCom in Dachau, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke, die für das Glasfasernetz zuständig ist, kennt das Problem. Wenn LTE-Anlagen aufgestellt werden, kann es passieren, dass es in der Kopfstation zu Störungen kommen kann. Allerdings erfährt das Unternehmen nicht von den Netzbetreibern selbst, wo sich in der Region LTE-Anlagen befinden oder über welche Frequenz der neue Mobilfunkstandard läuft, sondern von den Kunden, die sich bei der CityCom über Störungen beschweren. Das Problem könnte sich aber so oder so bald aufgehoben haben, weil bis 2012 – zumindest in Deutschland – das analoge Fernsehen komplett abgeschafft und auf digital umgestellt wird.

Teilen sich zwei Funkstandards eine Frequenz kann es zu Überlagerungen kommen

Auch mit Funkmikrofonen teilt sich LTE im Augenblick noch den gleichen Frequenzbereich. Überlagern sich beide Frequenzen kann es dazu kommen, dass ein fürchterliches Piepsen ertönt oder aber der Moderator stumm bleibt. Nur in manchen Fällen gibt es dann von der Bundesnetzagentur eine finanzielle Entschädigung.

Meistens sind nur ländliche Regionen von solchen Störungen betroffen, weil Netzbetreiber in Städten höhere Frequenzbereiche nutzen, um Funklöcher zu verhindern. Dabei war die vom Gesetzgeber vorgebende Versorgungspflicht der Netzbetreiber zunächst hauptsächlich für ländliche Regionen gedacht.