LTE-Versorgung wird flächendeckend erst 2016 zur Pflicht

LTE-Ausbau verzögert sich

LTE-Versorgung wird flächendeckend erst 2016 zur Pflicht

Die auch als 4G bezeichnete LTE-Technik ist im deutschen Raum immer noch nicht aus den Kinderschuhen heraus. Hauptgrund dafür dürfte sein, das bislang kaum Tablets und Smartphones auf dem Markt vorhanden sind, die mit der neuen LTE-Technologie umgehen können. Das deutsche Bundesgebiet ist dementsprechend noch lange nicht so mit LTE-Technik ausgerüstet, als dass eine Flächendeckung annähernd erreicht wäre.

Die Prognose für den LTE-Ausbau sieht sehr gut aus

Obwohl die Eingangsmeldung nichts Gutes vermuten lässt, ist die Prognose zum Ausbau der LTE-Technik sehr gut. Vor allem die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen Schleswig-Holstein, Saarland und Rheinland-Pfalz wurden dank der beteiligten Mobilfunkanbieter gut ausgebaut. In diesen Bundesländern konnten die Mobilfunkanbieter ihre Verpflichtungen zum Ausbau mit LTE-Technik erfüllen.

Der flächendeckende Ausbau mit LTE-Technologie ist vor allem für die ländlichen Gebiete in Deutschland sehr wichtig. LTE wird der Nachfolgestandard für Mobilfunktechnologie und löst den Vorgänger UMTS weitestgehend ab. Durch die LTE-Technik wird es erstmals möglich sein, auch ländliche Gebiete in Deutschland mit schnellem Internet zu versorgen, obwohl keine Breitbandleitungen (DSL) verbaut wurden.

Die Strategie der Bundesnetzagentur geht auf

Die Ausbaustrategie der Bundesnetzagentur setzt genau an diesem speziellen Punkt an. LTE-Frequenzen wurden nur den Mobilfunkanbietern verkauft, die sich vertraglich verpflichtet haben, den Ausbau der Funktechnologie in den ländlichen Bereichen zu beginnen, die bislang nicht oder nur sehr schlecht mit DSL bzw. Breitbandinternet versorgt waren.

Man ist hinter den Erwartungen der Branche zurückgeblieben

Die Mobilfunkbranche ging ursprünglich davon aus, dass bereits im Jahr 2013 der Ausbau der LTE-Technik in den ländlichen Gebieten abgeschlossen sein würde. Diese optimistische Einschätzung wurde mittlerweile einhellig revidiert. Um den Ausbau aber zu forcieren, hat die Bundesnetzagentur ein finales Datum herausgegeben, bis zu dem der Ausbau abgeschlossen sein muss. Das genaue Datum wurde mit 01.01.2016 fixiert.

Dieser Termin wurde unter Berücksichtigung der Erfahrungen gewählt, die aus dem Umgang mit dem UMTS-Standard aufgelaufen sind. Ob nun genau zu dieser gesetzten Frist der Ausbau der LTE-Technik im ländlichen Raum abgeschlossen sein wird, bleibt aber abzuwarten. Fakt ist, dass der zügige Ausbau der LTE-Technik (flächendeckend) wichtig ist, um dem Technikstandort Deutschland gerecht zu werden.

1 Comment

  • Warum wurde das Datum verschoben und der Druck von den Betreibern genommen? Es ist klar, dass ländliche Regionen nicht so witschaftlich sind, dennoch kann es nicht sein, dass man komplett von der Weiterentwicklung abgeschnitten wird. Mir scheint es, als wären die ländlichen Regionen mal wieder für die Großstädte wie Köln (die ohnehin schon DSL-versorgt sind!!!!) geopfert worden. 2016 ist doch ein Witz