LTE von O2 verzögert sich

Ursprünglich hatte O2 bereits das zweite Quartal als Startzeitpunkt für LTE anvisiert – nun aber scheint es, als wäre dieser Fahrplan nicht mehr einzuhalten. Dabei begannen die ersten Versuche des Netzproviders mit LTE eigentlich recht positiv, breits seit Dezember laufen erste Pilotnetze im oberbayerischen Ebersberg sowie in Teutschenberg im Saalekreis. Bereits in dieser verhältnismäßig kurzen Zeit konnte die Telefónica-Tochter O2 ein erstes positives Fazit ziehen: zwar sind noch lange nicht alle Daten aus dem Test ausgewertet, doch das recht typische Nutzerverhalten, zunächst erst einmal große Datenpakete zu saugen, um die Geschwindigkeit des Netzes auf die Probe zu stellen, stellte offenbar keine Probleme dar, sondern bestätigte die Erwartungen der Betreiber.

O2 mit LTE Netz erst ab Juli

Das Testnetz wurde in Zusammenarbeit mit Nokia Siemens Networks und mit Huawei aufgebaut – doch der Breitenausbau scheint den ehrgeizigen Zeitplan auf die Probe zu stellen. Aktuell geht O2 davon aus, dass LTE ab Juli breitflächig zur Verfügung stehen wird – erstes Ziel sei, ländliche Gebiete mit LTE zu versorgen, die bislang keine Chance haben, an Breitband-DSL angeschlossen zu werden, was auch den Auflagen der genehmigenden Behörden entspricht. Die Lizenzvergabe wurde daran gekoppelt, dass weiße Flecken von der Netzabdeckungskarte verschwinden und auch Bewohner im ländlichen Raum Zugang zu Highspeed-Internet bekommen. Marcus Thurand von O2 geht davon aus, dass dieses erste Ziel bis Ende des Jahres erreicht sei – dann macht sich der Netzbetreiber daran, auch die Ballungsräume mit LTE zu versorgen. Die behördliche Auflage einer vollständigen Abdeckung mit Breitband-Internet wäre somit bereits zum Jahresende erfüllt – die Bundesnetzagentur verlangt eine Abdeckung bis 2016.