Mobilfunkanbieter sind durch langsame Netzagentur genervt

Mobilfunkanbieter sind durch langsame Netzagentur genervt

Obwohl der Ausbau der Mobilfunktechnologie LTE in Deutschland gut voranschreitet, sind Mobilfunkbetreiber von der Bundesnetzagentur genervt, da die Bearbeitung eingereichter Anträge nur sehr schleppend vorangeht. Dies betrifft vor allem die Anträge für Ausbaumaßnahmen im Bereich der größeren deutschen Städte, da hier besonders hohe Umsätze im Bereich LTE zu erwarten sind.

Bundesnetzagentur wird unter Druck gesetzt

Sowohl die Mobilfunkbetreiber selbst als auch Stimmen aus der Politik setzen die Bundesnetzagentur zunehmend mehr unter Druck. Die Bundesnetzagentur, welche für die Bearbeitung sämtlicher Anträge für bauliche Maßnahmen im Mobilfunkbereich zuständig ist, kommt mit der Bearbeitung dieser Anträge nicht zeitnah klar. Der Branchenverband VATM gibt an, dass sich die entsprechenden Anträge bei der Bundesnetzagentur stapeln würden.

Dabei wird die Zahl 8.000 genannt. Hierbei handelt es sich um die Anzahl der Anträge, die von den Mobilfunkanbietern wie beispielsweise Telekom, Vodafone und O2 bei der Bonner Behörde eingereicht wurden. In einem Brief wurde die übliche Bearbeitungszeit, die für gewöhnlich bei rund 6 Wochen liegt, angeprangert, da die reelle Bearbeitung der genannten Anträge mittlerweile über viele Monate benötigen würde.

Bedingungen für den Stadtausbau sind größtenteils erfüllt

Die Mobilfunkanbieter haben sich bereits bei der Ersteigerung der Mobilfunkfrequenzen für LTE verpflichtet, zunächst den Ausbau in den ländlichen Regionen voranzutreiben, da dort die Versorgung mit Breitbandinternet ohnehin sehr mäßig ausgefallen ist. Mittlerweile haben die Betreiber dafür gesorgt, dass bereits 9 Bundesländer vollständig mit LTE versorgt sind.

Da nun auch der Ausbau in den Städten greifbar ist, kommen die enormen Verzögerungen bei den Anträgen durch die Bundesnetzagentur den Mobilfunkbetreibern sehr ungelegen. Das Geld lässt sich in der Hauptsache in den Städten verdienen, nicht auf dem Land.

Grund für den zögerlichen Ausbau in entsprechenden Gebieten ist die Genehmigungspflicht für jeden einzelnen Sendemast. Ohne diese Genehmigungen darf keine entsprechende Technik installiert werden, die für die reibungslose Übertragung aber dringend notwendig sind. Bereits seit mehreren Wochen befinden sich sowohl Mobilfunkanbieter und Verbände sowie Behörden im Gespräch mit der Bundesnetzagentur. Dennoch hat sich bislang kaum Besserung eingestellt.

Personalmangel soll schuld sein

Seitens der Bundesnetzagentur heißt es, dass es vor allem an personellen Engpässen scheitern würde. Obwohl man bemüht ist, zusätzliches Personal einzustellen, sei die Zahl der infrage kommenden Menschen für diese Posten recht dünn. Dementsprechend langsam geht die Einstellung und damit die Erweiterung des Stammpersonals voran.

Auch die Politik lässt sich in diesem Zusammenhang nicht lange bitten und äußert Besorgnis über das langsame Fortschreiten des Ausbaus von LTE.