NRW und Saarland erfüllen Versorgungspflicht im 800 Mhz Bereich

LTE Versorgung in Köln

Bild: Telekom.de

Im Zuge der Reformierung des europäischen Telekommunikationsgesetzes 2009 und der neuen Möglichkeiten durch die Lizenzvergabe der 800 MHz Frequenzen, bekommen seither Verbraucher schrittweise einen erschwinglichen und qualitativen Internetzugang zur Verfügung gestellt. Auch Deutschland muss sich der europäischen Novellierung fügen und nahm deshalb die Netzbetreiber in die Pflicht – mit ersten Erfolgen. Denn Telekom, O² und Vodafone haben die Versorgungspflicht im 800MHz Bereich in Nordrhein-Westfalen und im Saarland erfüllt, wie nun die Bundesnetzagentur in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Deutsche Breitbandversorgung: Wo Lob ist, kann Kritik nicht weit sein

Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, sparte angesichts des positiven Ergebnisses nicht mit Lob. „Ich freue mich, dass nach so kurzer Zeit bereits in zwei Bundesländern die Versorgungsauflagen erfüllt werden. Die Unternehmen haben nach der Versteigerung schnell mit dem Breitbandausbau begonnen, sodass dieser zügig voranschreitet. Ich erwarte, dass die Frequenzen auch nach der Freigabe effizient genutzt werden, damit die Breitbandversorgung weiter verbessert wird“, hieß es von Kurth.

Zur gleichen Zeit fand in Berlin der Kongress für deutsche Breitbandversorgung statt, dessen Teilnehmer in Bezug auf die Bundesregierung und deren Pläne, eine Erweiterung der Universaldienstleistungen in Betracht zu ziehen, überhaupt nicht des Lobes waren. Die Teilnehmer, darunter Netzbetreiber und Ausrüster, waren sich zwar auch darüber einig, dass die letzten weißen Flecken – rund 10.000 deutsche Haushalte – eine angemessene Breitbandversorgung bereitgestellt bekommen, allerdings ohne weitere Gesetzesvorgaben, die nicht förderlich, sondern nur hinderlich beim Ausbau seien.

Dass der Ausbau in großen Schritten seit 2009 voranschreitet, ist allein in Nordrhein-Westfalen und im Saarland zu sehen. Dort sind alle drei deutschen Netzbetreiber ( E-Plus verfügt über keine eigenen 800 MHz Frequenzen) der Versorgungspflicht im angemessenen Rahmen nachgekommen.