Positives Geschäftsjahr für E-Plus – auch ohne LTE-Lizenzen

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E-Plus setzt auf 4G - Kunden ohne LTE? Bild: eplus.de

E-Plus pflegt das Image eines soliden Telekommunikationsanbieters, was schon seit Beginn des mobilen Zeitalters vorne mitmischt. Das Konzept scheint – beim Anblick der nun vorgestellten Geschäftszahlen für 2010 – aufzugehen. Zunahme der Kunden, ein höhrere Rentabilität des Unternehmens selbst und auch die Marke Base kommt gut an. Das alles hat man dem stetigen Ausbau der Angebote und dem der Datennetze zu verdanken. Wirklich?

Weil es immer zwei Seiten gibt. So hat E-Plus im Gegensatz zu Vodafone, und Telekom bei der Versteigerung der Frequenzen auf die LTE-Lizenzen verzichtet – aus Kostengründen. Und anstelle dessen wurden ein paar mehr UMTS und GMS Blöcke gekauft. Genialer Schachzug oder am Trend vorbei gegriffen? Schließlich gilt LTE als die Zukunft für das Hochgeschwindigkeitssurfen, eben das Netz, was die unschönen, weißen Flecken endgültig von der Landkarte beseitigen soll. Und die Nutzung, die soll sich ebenso verbreiten und das wird sie auch – so sagen es die Prognosen. Darunter auch das Marktforschungsunternehmen Maravedis und sein eindeutiges Studienergebnis: 200 Millionen Menschen werden im Jahr 2015 weltweit die Technik der vierten Generation nutzen.

Zwar heißt es von E-Plus, dass man sich eben auf die 4. Generation vorbereitet, dennoch geht nicht hevor, wie man das machen möchte – ohne LTE-Lizenzen. Alternativ bleiben Partner oder aber man nutzt den Anteil der Kunden, die eben auch ohne LTE auskommen können oder wollen – aus Kostengründen. Denn bislang liegen die Datentarife preislich noch etwas höher wie beim Standard. Aber wie man weiß, herrscht in der Mobil- und Datenbranche ein ständiger Wechsel. Oder wer würde heute noch für 19 Cent pro Minute für ein Inlandsgespräch mit der Prepaidkarte ausgeben. Eben, keiner.

via: golem