RIM: LTE noch nicht vollkommen reif für mobile Geräte

Obwohl RIM ein LTE-fähiges Tablet herausbrachte, ist der Hersteller noch nicht wirklich davon überzeugt, dass der LTE-Standard schon für mobile Geräte reif ist, so verriet Johanna Driver, Senior Director von RIM, auf der Broadband World 2011 in Berlin. Aber Driver betonte im gleichen Atemzug, dass sich das Warten auf den neuen Mobilfunkstandard durchaus lohnt.

RIM sieht noch einige Probleme in der Integration von LTE auf mobilen Geräten

Driver sieht vor allem in der Mobilität noch eine hohe Hürde, die es zunächst zu überwinden gilt. Denn derzeit wird die Verbindung einer LTE-Funkzelle gekappt, um eine Neue herzustellen. Für RIM fehlt es da an gewisser Mobilität, womit das Unternehmen nicht gerade Unrecht hat. Aber – gerade angesichts der deutschen Situation – fehlt es besonders in den Städten noch am Ausbau des LTE-Standards. Das allerdings liegt weniger an den Netzbetreibern selbst, sondern an den gesetzlichen Auflagen, an die sich halten müssen. Denn zunächst mussten weiße Flecken in den ländlichen Regionen nach gesetzlicher Vorlage eine entsprechende Breitbandversorgung erhalten, bevor deutsche Städte an der Reihe sind. Da aber der LTE-Ausbau in den ländlichen Regionen noch nicht vollständig beendet ist, sind derzeit nur wenige Städte in Deutschland mit LTE versorgt.

Ein weiteres Problem sieht RIM in der Sprachtelefonie, die für den kanadischen Hersteller völlig unreif und ohne Ausweichmöglichkeiten ist, was aber nicht verwunderlich ist, da LTE zunächst als reiner Datenfunkstandard galt und erst nach der Einführung die Möglichkeiten der Sprachtelefonie in Erwägung gezogen wurde.

Doch aller Probleme zum Trotz ist für RIM klar, dass sich das Warten auf den neuen Mobilfunkstandard lohnt, allein angesichts des rasanten Anstiegs des weltenweiten Datenverbrauchs.