Telekom Austria setzt auf einen Mix aus LTE und Glasfaser

Bild: T-mobile.at

Telekom Austria prognostiziert für die kommenden Jahren einen erheblichen Anstieg des Datenverkehrs in Österreich. Jedes Jahr würde sich das Datenvolumen in Österreich verdoppeln, sodass es in den kommenden Jahren fünfmal so viele SIM-Karten als Einwohner in Österreich geben wird. Um den ansteigenden Datenverkehr tragen zu können, erarbeitete die Telekom Austria ein Konzept, das nun auf einer Veranstaltung des österreichischen Netzbetreibers, an der auch Verkehrsministerin Doris Bures teilnahm, vorgestellt wurde.

Telekom Austria setzt beim Ausbau der Breitbandversorgung auf einen Mix aus Glasfaser und LTE

Das Konzept der Telekom Austria sieht vor, zunächst mit Glasfaser 50 Prozent der Haushalte mit einer schnellen Internetverbindung zu versorgen. Bis 2015 soll sich die Anzahl noch einmal um 16 Prozent steigern. Bisher wurden schon bereits etwa 25.000 Kilometer des A1-Glasfasernetz verlegt.

Aber die Telekom Austria wird nicht ausschließlich auf Glasfaser setzen und ab 2012 den Ausbau des LTE-Netzes intensivieren. Bislang gab es nur einzelne Testgebiete – meist Ballungsgebiete wie Linz und Wien. Hintergrund für den ausschließlichen Ausbau in Städten ist das 2,6 GHz Netz, dass sich hauptsächlich nur für Ballungsgebiete eignen. Mit der Lizenzvergabe der 800 Mhz Netze kann die Telekom Austria dann endlich mit dem Ausbau des LTE-Netzes auch in ländlichen Regionen beginnen.

Verkehrsministerin Doris Bures fordert bis 2020 einen schnellen Breitbandzugang für alle österreichischen Haushalte

Auch Verkehrsministerin Doris Bures nahm an der Veranstaltung der Telekom Austria teil. Sie nutzte den Abend, um sich für einen schnellen Breitbandzugang für alle österreichischen Haushalte stark zu machen. Von staatlicher Seite würde man – so Bures – mit dem Projekt „Breitband Austria 2013“ etwa 30 Millionen Euro für den Ausbau flächendeckenden Breitbandversorgung Netzbetreiber unterstützen. Für Bures ist klar: Auf der Datenverkehrsautobahn darf es zukünftig kein Überholverbot geben.