Umstellung auf digitales Fernsehen in Österreich beendet – Frequenzen können versteigert werden

Telekom Austria und Orange kooperieren womöglich beim Ausbau von LTE

Frequenzversteigerung in Österreich womöglich Ende des Jahres

Die Umstellung auf digitales Fernsehen ist in Österreich nun abgeschlossen. Insgesamt 320 Sendemasten wurden seit mehr als vier Jahren von analog auf digital umgestellt. Was jetzt genau mit den frei gewordenen Frequenzen werden soll, ist noch nicht vollständig geklärt. Zur Debatte steht eine Versteigerung Ende des Jahres für die Nutzung zum Ausbau des LTE Netzes in Österreich. Dafür müsste es aber zunächst eine Novellierung des österreichischen Telekommunikationsgesetzes geben.

Frequenzversteigerung Ende des Jahres könnte österreichischen LTE-Ausbau vorantreiben

Der Grund der seit Jahren andauernden Diskussion liegt im möglichen Störpotenzial des LTE-Netzes für den DBV-T Empfang. Ob es allerdings wirklich zu Empfangsstörungen durch LTE kommt, ist bisher nicht hinreichend geklärt. Doch ungeachtet dessen fordern seit mehr als zwei Jahren zahlreiche Branchenvertreter in Kooperation mit der österreichischen Rundfunksender GmbH & Co. KG (ORS) eine Klärung des Problems. Ihr Lösungsvorschlag wäre eine so genannte Clearingstelle, die Störungen durch das LTE-Netz festellt. Die Kosten für die Umsetzung des Konzeptes sollen von den Einnahmen der Frequenzversteigerung gedeckt werden. Aber gegenwärtig wird die Novellierung des Telekommunikationsgesetzes vom österreichischen Parlament behandelt. In einer vom österreichischen Bundeskanzleramt frei zugänglichen Studie stellt sich die Regierung die Frage über die Möglichkeiten der nun ungenutzten Frequenzen, der wirtschaftlich am Ende am effektivsten ist. Zwar kommt die Studie zum Schluss, dass die Nutzung der Fequenzen für eine flächendeckende Breitbandversorgung am effizientesten wäre, dennoch müsse erst erst die negativen Auswirkungen für den Rundfunk, die TV-Kabelnetze und für PMSE-Anwendungen geklärt werden.

Trotz Diskussionen: Erste österreichische LTE-Standorte sind bereits aufgebaut

Womöglich kann sich die Klärung über das eventuelle Störpotenzial von LTE bis Ende des Jahres hinziehen. Trotzdem beginnt auch in Österreich der Netzaufbau des neuen Mobilfunkstandards, der durch die bereits im vergangenen Jahr veranstaltete Frequenzversteigerung möglich wurde. Der wirkliche Aufbau wird womöglich aber erst mit der erneuten Versteigerung – die für Ende 2011 angesetzt ist – flächendeckende Züge annehmen.